Wattipads

DIY-Anleitung: Hit oder igitt? Selbstgenähte „Wattepads“ im Test

DIY-Anleitung für Upcycling-„Wattepads“!

Wenn man sich in seinem Haushalt mal umsieht, wo man Müll vermeiden kann, kommt man irgendwann bei all den flauschig-weißen Dingen im Badezimmer an – gerade als Frau. Zu meinen schlimmsten Gothic-Zeiten habe ich beim abendlichen Abschminken durchaus mal 10 Wattepads verbraucht, schlimmschlimm!

Diese waren immer aus Baumwolle – ein Stoff, der bis heute beim Anbau fast ein Viertel der Pestizide und Unmengen von Wasservorräten verschlingt. Erst dann folgt die Aufarbeitung und der Bleichprozess – was dort noch alles an Chemikalien, Ressourcen und Unterbezahlung einfließt, brauche ich hier wohl nicht zu erwähnen! Und dann landet so ein Pad im Müll, mit ein bisschen Make-Up oder Wimperntusche drauf.

Was also tun? Bei Pinterest habe ich die Idee gefunden, waschbare „Wattepads“ zu nähen! Genial! Das will ich unbedingt testen – auch wenn ich kein Gothic-Make-Up mehr trage 😉

Meine Pads bestehen auf der einen Seite aus einem rosa Frottier-Handtuch, was sich irgendwie in meinen Besitz verirrt hat (Mama, vermutlich). Die andere Seite besteht aus der Außenkante eines Biber-Lakens. Laken haben eine interessante Abnutzung – immer nur in der Mitte 😉 der Rest außenrum bleibt quasi wie neu. Daher perfekt geeignet!

 

Sooo hier also eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Selbermacher!

Ich empfehle als erstes einen runden Gegenstand zu suchen, der ein wenig größer ist als ein herkömmliches Wattepad. (Die sind schon echt klein)

Auf dickem Papier drumrum malen, ausschneiden, schon ist das Schnittmuster fertig!

Jetzt das Schnittmuster aufstecken und ausschneiden:

Das gleiche dann mit der anderen Seite – ob man Frottier mag oder beide Seiten aus einem glatten Stoff will, ist natürlich jedem selbst überlassen 🙂

Dann hat man zwei Kreise. Zusammennähen mit der Maschine:

(Das ist übrigens meine über 25 Jahre alte Nähmaschine, ich nenn sie liebevoll „Schneckchen“ 😉 sie wiegt ungefähr so viel wie 10 Goldbarren, hat mich aber noch nie im Stich gelassen und ist damit viel, viel mehr wert als Gold!)

Okay bevor ich vom Thema abkomme: Die beiden Kreise knapp an der Außenkante zusammensteppen! Das sieht dann ungefähr so aus:

Wer eine Overlock hat, kann jetzt den Rand abketteln, damit es nicht so fusselt. Wer keine hat, benutzt einfach einen breiten Zickzack-Stich außenrum.

Mit der Overlock-Kante sieht es dann so aus:

Und das ist jetzt mein Testhaufen für die nächsten Tage!

Wattipads
Selbstgenähte „Wattepads“

Yay! Natürlich werde ich berichten, wie dieses DIY-Upcycling bei mir geklappt hat.

Wer probiert es noch aus?

1 thought on “DIY-Anleitung: Hit oder igitt? Selbstgenähte „Wattepads“ im Test

  1. Nachdem ich die Dinger erstmal in einer Keramikdose im Bad vergessen hatte, bin ich vor einiger Zeit dann in die Testphase gegangen – und ich muss sagen, es war überraschend gut! Vor Gesichtswasser&Co. einfach etwas anfeuchten und dann ist es eine Mischung aus Wattepad und Miniwaschlappen. Zwischendurch ausspülen ist überhaupt kein Problem und selbst für viel Make-Up reicht so ein einziges Pad. Ich hab mir ein BH-Netz ins Bad gehängt, da steck ich sie nach dem Ausspülen rein und sie können trocknen. Wenn der Stapel gebraucht ist, einfach mitsamt Netz in die Waschmaschine und hinterher etwas glattzuppeln zum Trocknen. Test absolut bestanden 🙂

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